Hoch über dem Zusammenfluss von Elbe und Ploučnice thront das Schloss Děčín auf einem markanten Felsen und blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Für geschichtsinteressierte Radreisende ist dieser Halt ein lohnender Höhepunkt kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze.
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als an dieser strategisch günstigen Stelle eine Burg errichtet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die Festung zu einem prächtigen barocken Schloss, das vor allem unter dem Adelsgeschlecht der Thun-Hohenstein seine heutige Gestalt erhielt. Bewegt ist die jüngere Geschichte: Lange Zeit als Kaserne genutzt, verfiel die Anlage zusehends, bevor sie aufwändig restauriert und schließlich für Besucher geöffnet wurde.
Heute erwartet Sie ein liebevoll wiederhergestelltes Schloss mit sehenswerten historischen Räumen und einer der schönsten Gartenanlagen der Region. Besonders eindrucksvoll ist der sogenannte Rosengarten mit seiner langen Sala-Terrena-Loggia, von der aus Sie einen herrlichen Blick über die Stadt und das Elbtal genießen. Ebenso reizvoll ist der Spaziergang über die lange Auffahrt, die einst die Kutschen hinauf zum Schloss führte. Lassen Sie sich von der Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Ortes verzaubern.
Das Schloss Děčín liegt unmittelbar am Elberadweg und ist daher ideal in Ihre Radtour eingebunden. Es eignet sich hervorragend als Zwischenstopp, um dem Sattel für eine Weile zu entsteigen und in die böhmische Geschichte einzutauchen. Verbinden Sie Ihren Besuch mit einem Bummel durch die Stadt Děčín, die als Tor zum Elbsandsteingebirge gilt.